#1

Einfahrt/Vor der Tür

in LILY CAMPBELL 10.02.2021 21:39
von Lily Campbell | 111 Beiträge
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zuletzt bearbeitet 11.02.2021 01:07 | nach oben springen

#2

RE: Einfahrt/Vor der Tür

in LILY CAMPBELL 11.02.2021 13:59
von Callum Fitzgerald | 33 Beiträge
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Das Herz schlug ihm bis zum Hals und er war einfach nur schrecklich nervös gewesen. Immerhin hatte Callum ja auch absolut keine Ahnung gehabt wie Lily auf ihn reagieren würde. Das letzte Mal das sie sich gesehen hatte lag 22 Jahre zurück und war noch in der High School. Damals war sie seine große Liebe, der wichtigste Mensch in seinem gesamten Leben gewesen. Bei ihr hatte er zum ersten Mal in seinem Leben wirkliche Liebe empfunden, auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Geliebt hatte er sie wirklich sehr. Aber dann sollte alles anders kommen, denn man trennte die beiden. Nicht aber weil er eine andere hatte, sondern weil sein Vater ihn damals in ein Bootcamp gesteckt hatte und mit diesem Tag hatte sich alles verändert gehabt. Die Wahrheit darüber kannte Lily sicherlich nicht und wahrscheinlich ging sie davon aus das er damals mit einer anderen Frau durchgebrannt war. Es war ja schließlich so das er von einem Tag auf den anderen nicht mehr länger zur Schule gekommen war und er auch auf keine Anrufe reagiert hatte. Das lag aber nur daran das er damals in ein Bootcamp gesteckt wurde und sich somit nicht mehr melden konnte. Es brach ihm das Herz, denn er bekam nicht einmal die Möglichkeit sich von ihr zu verabschieden. Nein, Callum verschwand damals einfach aus der Stadt und man hatte niemals wieder was von ihm gehört gehabt. Damals erlebte er die Hölle auf Erden, das schlimmste was ihm passieren konnte. Bis heute hatte er nur zu wenigen Menschen darüber gesprochen. Klar hatte er sich an einer Therapie versucht, doch so wirklich über alles reden konnte er nicht. Nicht mit anderen Menschen. Es war einfach zu schrecklich was ihm passiert war und in seiner Vergangenheit wühlte er nicht gern herum. Alles was ihn über die ganzen Jahre hin am Leben gehalten hatte war der Gedanke an Lily. Er wusste eines Tages würde er sie wieder sehen. Und nur deshalb stand er heute noch aufrecht und war am Leben. Aber zumindest hatte er es auch geschafft sein Leben in die Hand zu nehmen, denn auch wenn es nichts außergewöhnliches war. So arbeitete er zumindest als KFZ Mechatroniker, denn er liebte es einfach an Autos zu schrauben. Das war der perfekte Beruf für ihn, gerade auch weil es wirklich nicht leicht für ihn war Kontakt zu anderen aufzubauen. Aber jetzt stand ihm eine neue Aufgabe bevor, denn er wusste inzwischen wo sich Lily aufhielt. Etwas über sie herauszufinden war nicht sonderlich schwer. Sie war eine bekannte Schauspielerin geworden und tatsächlich lebte sie auch in Miami. Jetzt hatte er die Adresse in der Hand und sich nun vorgenommen endlich zu ihr zu fahren. Nach so langer Zeit wollte er sie endlich wieder sehen und ihr endlich sagen was los war und was ihm passiert war. Das er nicht einfach so gegangen war, denn er hätte sie niemals einfach so verlassen können. Dafür hatte er Lily immer viel zu sehr geliebt gehabt. Und nun stand er hier vor ihrer Tür und haderte damit ob er klingeln sollte oder nicht. Er war wirklich unruhig und nervös gewesen. Immerhin wusste er ja nicht wie sie reagieren würde auf alles. Er hatte ja schon ein wenig Angst gehabt. Vielleicht sollte er wieder gehen? Aber nein das war keine Option. Er musste sie endlich sehen und mit ihr über alles sprechen. Das war sehr wichtig für ihn. Callum war sich nicht sicher ob sie natürlich zu Hause war, denn ganz sicherlich war sie auch viel beschäftigt gewesen. Aber er wollte es eben dennoch einfach versuchen. Aufgeben war dabei ja keine Option. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals als er dann endlich die Klingel betätigte und darauf wartete was passieren würde.

@Lily Campbell


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#3

RE: Einfahrt/Vor der Tür

in LILY CAMPBELL 11.02.2021 15:21
von Lily Campbell | 111 Beiträge
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Die Klänge des Klaviers hallten durch den Raum, während Amy Clair de Lune übte. Es war eines meiner Lieblingslieder auf dem Klavier und hörte es unheimlich gerne. Umso mehr genoss ich es einfach neben ihr zu sitzen und zuzuhören, wie sie die Finger über die Tasten gleiten ließ. Ich selbst spielte seit ich 6 Jahre alt war Klavier und übte selbst heute in meiner freien Zeit noch oft – neben der Schauspielerei war die Musik meine zweite Leidenschaft, welche ich niemals aufgeben würde. Genauso, wie ich meine erste große Liebe niemals vergessen könnte. Selbst heute dachte ich noch oft über Callum nach – wie lange war es nun her, seitdem ich ihn das letzte Mal sah? Über zwanzig Jahre auf jeden Fall. Ob er wohl überhaupt noch lebte? Man hörte heutzutage immerhin oft, dass relativ junge Menschen starben oder spurlos verschwanden. Ich könnte wohl nicht mit dem Gedanken weiter leben, dass ihm etwas passiert war, da war mir lieber, dass ich nicht wusste wo er steckte. Das einzige was ich hoffte war, dass er ein glückliches Leben führte, egal mit wem oder wo. Zwar war ich früher so unglaublich enttäuscht, traurig und verletzt – nein, sogar wütend, dass Call einfach verschwunden war und das vermutlich mit einer anderen, obwohl ich dachte, dass unsere Liebe eine war, die ewig hielt. Aber wenn man jemanden wirklich liebt, lässt man eine Person ziehen, in der Hoffnung, dass derjenige wieder zurück kommt, weil die Person ebenfalls ohne den anderen nicht kann. Selbst wenn nicht, wünscht man demjenigen doch, dass er glücklich wird. Auch wenn es nicht ganz einfach ist.
Mit meinen Gedanken war ich wohl völlig weg gedriftet, da ich nicht einmal mehr die Musik wahr genommen hatte. Erst als Amy aufhörte und mich ansprach, ihre Hand auf meine legte, wachte ich aus meinen Tagträumen auf und setzte ein Lächeln auf. „Versuch es vielleicht noch mit etwas mehr Gefühl, in etwa so“, gab ich ihr den Tipp, rückte etwas auf, als sie mir etwas mehr Platz auf dem Klavierhocker machte und legte meine Finger auf die Tasten, ehe ich die Augen schloss. Gefühlvoll drückte ich die Tasten nach unten und begann die ersten Takte des Stückes zu spielen.
Doch als ich gerade in der Mitte angekommen war, hörte ich die Klingel. Stirnrunzelnd schaute ich aus dem Fenster und sah einen mir unbekannten Wagen in der Auffahrt stehen. Wer das wohl sein könnte? Besuch erwartete ich mal nicht und ich glaubte kaum, dass es einer der Journalisten ist – oder wenn, war es ein mir nicht Bekannter.
Langsam stand ich auf und schaute einmal zu meiner Patentochter herab „Ich gehe mal zur Tür, übe du fleißig weiter, ja?“, ich strich ihr ein letztes Mal übers Haar, ehe ich aus dem Wohnzimmer lief in Richtung der Haustür. Neugierig drückte ich die Klinke runter und zog die Tür auf, nur um völlig verwirrt in das Gesicht der Person zu sehen.
Zuerst hielt ich ihn für einen mir völlig Unbekannten, da ich nicht im Entferntesten vermutete, dass Callum mich je aufsuchen würde. Erst als ich ihn einige Augenblicke musterte und mein Gehirn versuchte einzuordnen wer er war, stellte ich ihn mir jünger vor. Unsicher trat ich einen Schritt zurück, mein Herz begann schneller zu klopfen, während meine Hand überrascht zu meinem Mund fuhr. Mir stockte der Atem, sodass ich zuerst kein Wort heraus bekam. Könnte er es wirklich sein? Nach so vielen Jahren? Aber warum jetzt? Warum nicht früher? Es tummelten sich so viele Fragen in meinem Kopf. „C-call? Bist du es?“, fragte ich leise, sah ihn vermutlich an, als hätte ich einen Geist gesehen und wusste nicht was ich tun, geschweige denn denken sollte.

@Callum Fitzgerald


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#4

RE: Einfahrt/Vor der Tür

in LILY CAMPBELL 18.02.2021 13:43
von Callum Fitzgerald | 33 Beiträge
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Nachdem Call die Klingel betätigt hatte war sein erster Impuls schnell die Flucht ergreifen, aber das wäre wohl der falsche Weg gewesen. Immerhin hatte er so lange nach ihr gesucht gehabt. Nun davon zu laufen würde es ja nicht besser machen, denn natürlich hatte Lily auch die Wahrheit verdient gehabt. Er war damals einfach so verschwunden aus ihrem Leben und dafür hatte er nicht einmal was gekonnt. Es war sein Vater der ihn in ein Bootcamp gesteckt hatte. Aber wollte sie ihn den überhaupt sehen? Sie hatte sich immerhin ihr gesamtes Leben aufgebaut gehabt und war als Schauspielerin erfolgreich. Sicherlich hatte er dann in ihrem Leben keinen Platz mehr gehabt. Es wäre doch besser einfach zu gehen. Sie sollte nicht wissen das er hier war, aber er hatte ja auch schon geklingelt gehabt. Die Gedanken rasten nur so durch seinen Kopf und das Herz schlug ihm bis zum Hals. Was würde sie den sagen wenn er hier stand? Wahrscheinlich würde sie ihn hochkant rauswerfen. Aber darüber noch länger zu grübeln war nicht notwendig, denn gerade als er sich wie ein Feigling umdrehen wollte wurde auch schon die Tür geöffnet. Sein Herz begann sofort schneller zu schlagen, denn da stand sie vor ihm. Das war seine Lily. Natürlich war sie inzwischen erwachsen geworden und war nicht mehr der Teenager von damals. Aber Callum erkannte das Gesicht sofort. Sie hatte sich kaum verändert, nur das sie nun erwachsen war und noch hübscher geworden war. Klar war das Lily, denn er hatte ja auch bereits Bilder im Internet gesehen von ihr. Aber sie nun in Natur vor ihm zu sehen war schon was anderes und jetzt kam eben auch seine Nervosität. Sie hatte im ersten Moment wahrscheinlich auch Schwierigkeiten gehabt, denn Call hatte sich ja auch verändert gehabt. Er war sehr viel älter und erwachsener geworden. Aber natürlich hatte Lily auch nicht damit gerechnet ihn zu sehen. Es kam ja auch überraschend. Er nickte dann leicht. "Ja ich bin es Lily und es tut mir leid das ich mich jetzt erst gemeldet habe. Aber es war alles nicht so leicht." Natürlich Callum verhielt sich wie ein Idiot. Wie sollte es auch anders sein. Was sollte sie den von ihm denken. Aber es war so viel Zeit vergangen und sie kannte die Wahrheit nicht. In ihren Augen war er damals einfach abgehauen und mit einer anderen durchgebrannt. Wie sollte sie den auch darauf kommen das er in einem Bootcamp war und dort ziemlich lange und schrecklich misshandelt wurde. Er holte Luft, blickte sie an und fasste sich nun langsam wieder. "Ich weiß es ist sehr viel Zeit vergangen und es ist viel passiert. Aber ich muss dir einfach erklären warum ich damals weg bin. Dieser Gedanke hat mich niemals los gelassen." Begann er dann und endlich klang seine Stimme auch gefasst und sicher. Nun war er wieder etwas sicherer und nicht mehr das nervöse Bündel von eben das vor ihrer Tür gestanden hatte. "Hast du den Zeit? Ich würde dir das wirklich gern erklären." Wollte er wissen, denn das alles wollte er auch nicht zwischen Tür und Angel klären. Dazu bedarf es schon etwas mehr. Es war ja auch nicht ohne und gerade für Callum war es extrem schwer darüber zu sprechen. Die Erinnerungen daran verfolgte ihn noch heute in seinen Albträumen und raubte ihm in der Nacht den Schlaf. Dennoch sollte sie einfach die Wahrheit kennen, denn das war ihm wirklich sehr wichtig.

@Lily Campbell


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#5

RE: Einfahrt/Vor der Tür

in LILY CAMPBELL 21.02.2021 18:53
von Lily Campbell | 111 Beiträge
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Es kam öfter vor, dass einem Momente wie eine Ewigkeit anfühlten, sie wie in Zeitlupe ablaufen. Meist waren dies schöne Augenblicke, die man gerne in die Länge ziehen wollte. Der gerade war jedoch etwas anders. Denn die Zeit in welcher ich ihn einfach nur anstarrte und er mir nicht antwortete kam mir wie eine Ewigkeit vor, jedoch nicht im guten Sinne. Ich fühlte mich total überfordert und wusste nicht wie ich diese Begegnung einordnen sollte. Zwar war ich froh ihn zu sehen, da ich ständig an Call denken musste aber dennoch hatte ich Angst vor dem was jetzt kommen würde. Angst vor der Wahrheit. All die Jahre musste ich mir selbst etwas zusammen reimen, warum meine erste große Liebe von einem auf den anderen Tag verschwunden war. Doch nun, wo er vor mir stand und alles erklären könnte, fürchtete ich mich davor etwas hören zu müssen, was die alten Wunden wieder aufreißen könnte.
„Es war alles nicht so leicht? Call, es sind verdammt über 20 Jahre her“ – 20 Jahre in denen ich dich nie vergessen konnte. In denen ich immer hoffte, dass unsere Liebe doch noch ein Happy End nehmen würde. Wieso hatte er sich in dieser Zeit nie melden können? Ich könnte mir wirklich keinen Grund vorstellen. Seine nächsten Worte zogen mir förmlich den Boden unter meinen Füßen weg. Wie sehr würde ich ihm gerade einfach nur in die Arme fallen, weinen und sagen, dass ich einfach glücklich bin, dass er nun da war. Dass ich auf die vergangenen Jahre scheißen würde, dass nur das Hier und Jetzt zählt. Aber ich konnte nicht, etwas hielt mich davon ab. Unter anderem der Schmerz, der noch immer tief saß und die Enttäuschung.
Außerdem hinderte mich die Neugierde daran, denn ich wollte wissen was passiert war, egal wie weh es tat. Fühlte mich hin und hergerissen.
Da ich so sehr auf ihn fixiert gewesen war, hatte ich gar nicht bemerkt, dass die Hintergrundmusik aufhörte und stattdessen Schrittgeräusche immer näher kamen. Erst als ich die Stimme von Amy hörte, fuhr ich erschrocken rum. Sie fragte, wer dieser Mann sei. Was sollte ich ihr antworten? Denn ich wusste selbst nicht wie ich ihn genau beschreiben sollte. Was genau nun zwischen uns war. „Das ist Callum. Derjenige, dem ich mein Herz vielen Jahren geschenkt habe“, antwortete ich ihr schließlich und strich dem Mädchen ihre blonden Haare aus dem Gesicht, ehe ich mich meiner ersten großen Liebe wieder zuwandte. „Ja...ich hab heute den ganzen Tag Zeit...komm doch rein“, erwiderte ich nun und schluckte leicht. Ich machte eine einladende Geste und wartete, bis er nach drinnen getreten war und schloss die Tür daraufhin.
„Hallo, ich bin übrigens Amy“, stellte sich meine Patentochter selbst vor und lächelte, ehe sie ihm die Hand hin hielt. Scheu und distanziert war sie noch nie wirklich gewesen, sondern eher aufgeschlossen und offen. Doch je länger ich darüber nachdachte, dass sie die Tochter von Call und mir sein könnte, wenn er vor Jahren nicht verschwunden war...desto trauriger machte es mich. Doch über das ‚Was-wäre-wenn‘ nachzudenken machte keinen Sinn, weswegen ich den Gedanken beiseite schob. „Gehst du bitte auf dein Zimmer? Call und ich haben das ein oder andere zu bereden, ja?“, bat ich sie mit einem Lächeln auf dem Gesicht, woraufhin sie nickte und auch schon nach oben verschwand.
Meine Aufmerksamkeit bekam nun wieder Callum. In wenigen Minuten würde er mir die Wahrheit erzählen, weswegen mein Herz nun wieder schneller schlug, hoffte, dass ich es nicht bereuen würde. „Wir können im Wohnzimmer reden...möchtest du irgendwas trinken?“, begann ich zu sprechen, nachdem ich einmal tief durchgeatmet hatte, mit einer Geste in die Richtung des Raumes wies und ihm den Vortritt ließ.

@Callum Fitzgerald


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